Der Welpenkauf
Am besten ist es zweifelsohne, sich vor einem eventuellen Kauf möglichst viele verschiedene Hunde dieser faszinierenden Rasse selbst anzuschauen, denn es gibt wirklich große Unterschiede zwischen den verschiedenen Schlägen und Blutlinien, und bevor man sich solch einen Hund zulegt, sollte man sich gut informieren und wissen, was man möchte.

Eine gute Gelegenheit viele Aussies zu sehen bieten z. B. auch die Conformation Shows des ASCD, die in der Regel im Frühjahr und im Herbst im Köln-Bonner Raum stattfinden.

Grundsätzlich gilt: Für alle Hunde, die zur Zucht verwendet werden, sollte eine Beurteilung der Hüftgelenke vorliegen. Ebenso sollten die Augen von einem dafür speziell ausgebildeten Tierarzt untersucht und als gesund beurteilt worden sein. Auch diese Bescheinigung sollte man als Käufer einsehen dürfen.

Bitte beachten Sie, dass weder der ASCA noch der ASCD diese Untersuchungen zwingend vorschreiben. Sie können nicht automatisch von untersuchten Eltern- tieren ausgehen, nur weil die Welpen ASCA-Papiere haben!

Lassen Sie sich bitte von beiden Elterntieren auch die Abstammungsnachweise bzw. Registrierungsbescheinigungen zeigen. In letzter Zeit höre ich häufiger von Pro- blemen mit "Züchtern", die die Welpen als reinrassig teuer verkaufen, dann aber keine Papiere für die Hunde zu bekommen sind.

Leider wird der Australian Shepherd seit kurzem viel "produziert" (hört sich schlimm an, ist aber leider so) von Leuten, die einen Wurf verkaufen, sich aber nicht die Mühe machen, sich tiefer mit der Rasse zu beschäftigen. Kurz, es gibt viele Welpen, aber nicht jeder Züchter handelt entsprechend verantwortungsbewußt. Der Aussie ist NICHT frei von genetischen Problemen, und wer die Abstammung mit dem genetischen Erbe nicht kennt, läuft Gefahr, Schwächen aufzudoppeln und geht Risiken ein. Je mehr Sie über die Rasse wissen, desto bewusster kann Ihre Entscheidung für einen bestimmten Welpen sein. Warten Sie lieber auf einen Welpen von einem Züchter, zu dem Sie wirklich Vertrauen haben und dessen Zuchttiere nachweislich untersucht sind, als dass Sie Kompromisse eingehen !

Es handelt sich schließlich um ein Familienmitglied für die nächsten (hoffentlich) 12 bis 14 Jahre, Sie sollten voll und ganz ein gutes Gefühl beim Kauf haben.

Ein Mitleidskauf nutzt weder Ihnen noch den bedauernswerten Geschöpfen, die schon in der "Pipeline" liegen !

Und, wenn möglich, sehen Sie die Farbe nicht als das Wichtigste an - die inneren Qualitäten zählen ungleich mehr !!!
Als reine Arbeitshunde gezüchtete Linien sind unserer Meinung nach als Familien- hunde eher ungeeignet. Sie neigen, ähnlich wie viele Border Collies, häufig zu Ner- vosität und sind bei mangelnder Arbeitsbelastung leicht unglücklich. Sie haben in aller Regel einen sehr leichten Körperbau und sind in den Augen vieler Menschen "nicht so hübsch" (da rein auf Hüteleistung selektiert).
Doch sind unseres Erachtens auch die reinen Show-Hunde nicht immer ideal: Sie sind meist groß, überaus üppig behaart und viele im Kopf etwas "tumb", d.h. nicht sonderlich intelligent.
Trotzdem möchten wir betonen, dass es hyperaktive Showchampions genauso gibt, wie auf Arbeit gezüchtete "Couch-Potatoes". Für den einzelnen Wurf ist der Charakter beider Elterntiere gleichermaßen wichtig, wie das genetische Erbe der Zuchtlinien.

Insbesondere die Mutterhündin prägt ihre Welpen während der Aufzucht ganz entscheidend. Zusätzlich beeinflußt die Aufzucht und Sozialisation der Welpen durch die Züchter und die späteren Besitzer das Wesen der Hunde.
Weitere Gedanken zur Frage "Wie finde ich einen seriösen Züchter ?" finden Sie unter diesem Link.
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