| Amerikanische Impressionen |
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Um möglichst viele Informationen über Aussies im allgemeinen, Blutlinien und Individuen im speziellen zu erfahren,
ist es unserer Meinung nach am besten, direkt ins Heimatland der Rasse zu fahren, um vor Ort mit den langjährigen
und erfahrenen Züchtern zu sprechen. Mit dem/der einen oder anderen ergab sich im Laufe der Zeit ein Vertrauensverhältnis,
was uns viel bedeutet.
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So haben wir nach Besuchen 1990 und 1993 Mitte September 1998 in Colorado die "Australian Shepherd Nationals"
besucht. Auf dieser weltweit größten Show dieser Rasse haben wir unser Wissen über Aussies außerordentlich erweitern
können, viele unschätzbare Erfahrungen gesammelt und wertvolle Kontakte geknüpft. Durch die hohe Zahl der im Ring
vorgeführten Aussies und die stundenlangen intensiven Gespräche mit langjährigen und an- gesehenen Züchterinnen und
Richterinnen konnten wir unser Wissen über die Rasse enorm erweitern und unser Auge für die Beurteilung der einzelnen
Hunde schulen.
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Auch die letzte dreiwöchige "Aussie-Mission" im Juni 2000, war für uns in diesem Sinne von unschätzbarem Wert.
Wir sprachen mit 9 erfahrenen Züchterinnen über "foundation dogs", Blutlinien, Stammbäume, Probleme in der Zucht
usw. Wir sind sehr dankbar für die erfahrene Gastfreundschaft und glücklich über manch entstandene Freundschaft!
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Leider mußten wir auch schockierende Erfahrungen machen. Der durchschnittliche Züchter in den USA hat ca. 10 bis 20 Hunde,
dabei sind auch über 50 Hunde keine Seltenheit! Und wir sprechen hier nicht von den sogenannten "Puppy-mills", den
"Hundefabriken", die oft Zoohandlungen beliefern, was auch ein amerikanischer Züchter in der Regel nicht tut. Nein, wir
haben selbst die Anlagen einer sehr angesehenen und erfolgreichen Züchterin in Wyoming besucht, und waren über die dortigen
Zustände entsetzt. Sie hatte ca. 70 Hunde verschiedener Rassen (hauptsächlich aber Aussies) in Käfigen (ca. 1x2 m), zum
größten Teil in einem Betonklotz ohne Fenster. Es stank, die Käfige wurden nicht täglich gereinigt, die Hunde waren meist
in einem schlechten Pflegezustand, sie wurden nicht bewegt, hatten viel zu selten menschlichen Kontakt und sahen so gut
wie nie Tageslicht. Hin und wieder wird ein Hund aggressiv, dieser wird sofort eingeschläfert. Die meisten dieser Hunde
waren aber total lieb und ausgehungert nach menschlichem Kontakt, dabei aber (wen wundert´s) ver- haltensgestört (extrem
verängstigt).
Obwohl diese Züchterin ein paar vielversprechende Hunde hatte, und wir auf der Suche nach einer Junghündin waren, wollten wir
dort natürlich auch nicht einen Dollar lassen.
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Das Verhältnis der Amerikaner zu ihren Hunden scheint zum großen Teil anders als das unsere zu sein.
Hunde, die nicht das Glück haben, als fähige und hochgeschätzte Arbeits- hunde leben zu dürfen, werden sehr oft tagsüber in
"Kennels" (Transportkäfige) gesperrt und dann abends zum Spaziergang um den Block, wenn überhaupt, rausgelassen (haben wir
selbst in Houston/Texas erlebt). Gehwege sind selten und in der Regel werden alle Wege mit dem Auto zurückgelegt.
Alle Aussie- Welpen werden kupiert, viele auch "debarkt" ("entbellt"- die Stimmbänder werden durchtrennt).
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Solche Praktiken und Ansichten sind für uns nicht nachvollziehbar. Wir sind der Meinung, daß man mit jedem Lebewesen, das
man sein Eigen nennt, auch die Verantwortung dafür über- nimmt und seinen Bedürfnissen Rechnung tragen muß. Das heißt auch
den Hund als Hund zu behandeln und nicht, wie es als das andere Extrem in Amerika mitunter vorkommt, als Kindersatz in
Babykleidern im Kinderwagen spazierenzuschieben.
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Wir wünschen uns für unsere Hundekinder liebevolle und aktive neue Besitzer, für die ihr Hund lebenslang ein geliebtes
Familienmitglied sein soll.
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Falls Sie Interesse haben, laden wir Sie herzlich ein, uns unverbindlich zu besuchen und kennenzulernen. Auch für
zukünftige Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Wir senden Ihnen gerne auf Wunsch auch Pedigrees oder bemühen
uns, Ihnen einen guten Welpen zu vermitteln (aus Deutschland oder von verantwortungsvollen Züchtern aus den USA).
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Vielleicht hören wir von Ihnen?
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Für die Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute!
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